Szenebezirk einmal anders Agromex stellt Wohnhaus in Alt-Treptow fertig

Alt-Treptow gehört flächenmäßig mit 2,31 km2 zu den kleinsten Berliner Ortsteilen. Ein gutes Drittel davon entfällt auf den Treptower Park. Zieht man zusätzlich das Flohmarkt-Badeschiff-Club-Areal am Spreeufer, die Grünflächen am Landwehrkanal, das Botschaftsviertel an der Puschkinallee sowie das Industriegebiet nördlich des alten Bahndamms ab, bleibt ein Wohnviertel zwischen Kanal, S-Bahn-Ring und ehemaligem Mauerstreifen übrig. Genau dort hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt, denn vor allem Menschen, die aus einem Szenekiez ausziehen, entscheiden sich häufig für Treptow-Köpenick. Hier gibt es Hipster-Viertel, die sich grundlegend von den berühmten Kiezen in Friedrichshain, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg unterschieden: Sie sind viel entspannter. Und: Es ist grüner als anderswo.

Arm und Reich leben dicht beieinander und Industriebauten zeugen nicht selten als Ruinen von vergangener Vitalität und Wirtschaftskraft: Kunst und Glamour mögen fehlen, sonst aber ist Treptow-Köpenick insgesamt überraschend repräsentativ für Berlin. Der aktuelle Wohnmarktreport Berlin von dem Bankhaus Berlin Hyp und Immobiliendienstleister CBRE fasst es treffend zusammen: Das Bild sei geprägt vom „bunten Nebeneinander hochwertiger, mittlerer und eher einfacher Lagen“.

Mitten in dem traditionsreichen Bezirk wurde durch die Agromex GmbH & Co. KG nun ein Wohnensemble in der Heidelberger Straße/Ecke Elsenstraße fertiggestellt.

„Das Areal ist rund 4.000 qm groß und war nach dem Mauerfall lange ungenutzt“, sagt Franz Rembold, Geschäftsführer der Agromex GmbH & Co. KG. „Nun freuen wir uns, dass es gelungen ist, an dem Standort dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, der sich in die Umgebung einfügt und zu dem Bezirk passt. Ein Teil der Wohnungen wird zu günstigen Preisen vermietet, so dass wir auch einen Beitrag zur bunten Vielfalt und Durchmischung des Bezirks leisten.“

Das Objekt umfasst sieben Häuser in geschlossener Bauweise mit insgesamt 159 Wohnungen und 30 Tiefgaragenplätzen. Die Wohnungen variieren zwischen einem und vier Zimmer, die Wohnflächen betragen 40 bis 119 qm. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse und sind barrierefrei erreichbar. Etwa 40 Wohnungen werden zu Quadratmeterpreisen zwischen 6 und 7,50 Euro vermietet und entsprechen damit der sozialen Wohnraumförderung des Miet- und Genossenschaftswohnungsbaus (WFB 2014).

Um die Gliederung des Straßenraums und die Qualität der Wohnbebauung aufzuwerten, springt die Bebauung teilweise zugunsten einer Vorgartenzone zurück. Stadträumlich wird die Straßenabwicklung zur Heidelberger Straße durch drei Risaliten akzentuiert, welche prägnant die durch Balkone und Loggien aufgelockerte Straßenfassade fassen.

Franz Rembold ist es wichtig, das besondere Flair im Bezirk Alt-Treptow zu bewahren. Die Atmosphäre ist entspannt und das soll auch so bleiben. Oft verändern Kieze sich grundlegend, wenn sie attraktiv für Wohnungssuchende und damit auch für Investoren werden. Es scheint, als könnte Alt-Treptow eine Ausnahme sein.