Wenn’s Dir wohl ist, dann geh nach Gohlis’ – dieser landläufige Sinnspruch der Leipziger Bürger aus dem 19. Jahrhundert beschreibt auch heute noch die großbürgerlich-herrschaftliche Prägung dieses zentrumsnahen Quartiers recht gut. Die Gohliser mit ihren stolzen großbürgerlichen Mehrfamilienhäusern, der Poetenweg mit seinen herrschaftlichen freistehenden Villen und das Gohliser Schlösschen, welches als bürgerlich-repräsentatives Landhaus errichtet wurde, zeugen noch heute von dem historischen Reichtum und dem merkantilen Selbstbewusstsein der Stadt Leipzig und seiner Bürger.

Vis-à-vis zum Rosental (des ältesten und beliebtesten Parks in Leipzig), in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gohliser Schlösschen (dieses im barocken Stil gehaltene Schmuckstück ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt) und „um die Ecke“ vom Schillerhaus (hier hat der Dichter den zweiten Akt von Don Carlos und das Gedicht „An die Freude“ verfasst) befindet sich die herrschaftliche Gründerzeitvilla „Villa Ida“. AGROMEX hat das Objekt kernsaniert und mit hohem Aufwand sowie mit viel Liebe zum Detail die historische Substanz wiederhergestellt. Die notwendigen Anpassungen an die Erfordernisse der modernen Zeit erfolgten behutsam und in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Jeder Besucher erliegt sofort dem Charme dieser wieder in altem Glanz strahlenden Villa, und so ist es kein Wunder, dass die Kulturstiftung Leipzig AGROMEX für die Sanierung den Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege verlieh.